LIVE- PERFOR MANCES

The real thing. Unprepared and uncensored.

When you listen to live performed music you may expect the artist to play a certain program he has prepared. But actually when I am performing live I haven’t prepared much. I want to improvise the whole show from beginning to the end. The reason is simple: I am preparing and thinking so much about the studio works that it is a relief to just let go and see where the path leads to. This is pretty fun since neither I nor the audience know what will happen. It is possible that it ends up being an audible mess or that the room is filled up with excitement and pure pleasure.

To me this is the only good way to perform live since espacially electronic music easily tends to be made of prepared sequences and sounds. It is pretty easy to fail if nothing is prepared but I need that kind of positive stress to focus entirely on what I am doing. It is easy to get totally lost in time and space when being in the creative process. I totally love that feeling and it makes me very happy when people tell me they felt that way too after the show.

WELCOME
TO THE
SHOW

live @ Creator

Date: July 2020
Location: Atelier Alte Dorfkirche, Hausen

I have performed “Maschinenraum” live improvisation as the final part of the Creator exhibition by Konrad Franz in Hausen, July 2020. It was performed within the defiled church, which has an impressive ambience. So I had to improvise with the given acoustic conditions. This performance was very satisfactory for me to play as I could manage to realize some very interesting moments. I hope you enjoy.

live @ Café Krem

Date: February 2020
Location: Café Krem, Aschaffenburg

This is a live improvisation I played at Café Krem in my home town.

live @ Klangtank with Jürgen Hafner

Date: May 2017
Location: Klangtank, Mömlingen

This is a live improvisation recorded at KlangTank, May 2017. Jürgen Hafner is performing with various instruments and DIY percussion tools while also performing with his voice. I am performing with one of my modular live setups that is especially designed for experimental music.
The whole piece was professionally recorded by Eckhard Kuchenbecker of yoursounds.com who also came up with the idea for this project.

live @ ModCon

Date: May 2017
Location: ModCon, Vienna

This is a live-improvisation performed at ModCon (Vienna) 2017 – 100% modular.
Thanks to Erwin & Lara from Raw Voltage, Moritz & Hanna from Endorphin.es and Jan & Barry from Alex4.

Zündeln

Date: January 2017
Location: Alte Feuerwache, Mannheim

“Zündeln” was performed live @ Alte Feuerwache Mannheim on January 21st 2017. The performers are: Joss Turnbull, Erwan Keravec, Naranbataar Purevdorj, LIN/LOG. Enjoy this unconventional improvised concert in full length!

live @ Phonophon

Date: July 2016
Location: Institut für Neue Medien, Frankfurt a.M.

Live-performance @ Phonophon July 2016. I am playing my mobile eurorack system containing ADDAC and Endorphines modules. This is a live improvisation.

live @ Atelier Alte Dorfkirche with Joss Turnbull

Date: October 2015
Location: Atelier Alte Dorfkirche, Hausen

Joss Turnbull and LIN/LOG performing a live improvisation in a defiled church. Joss is playing Tombak, Gongs and many more percussions. Thomas (LIN/LOG) is playing 4 cases with Eurorack modules and the R2M Ribbon.
Thanks to Konrad Franz from the Atelier.

live @ Rack Rash

Date: June 2015
Location: New Jörg, Vienna

Live-recording from Rack Rash (June 2015). My special thanks to Moritz Scharf from Endorphin.es and Bernhard Rasinger from New Jörg, who made all this possible.

live @ 12 Stufen Theater with Joss Turnbull

Date: December 2014
Location: 12 Stufen Theater, Kleinostheim

Joss Turnbull & Thomas Burkhardt performing a vanguard piece. This is a live improvisation. Joss is playing the Tombak, Sampler and many noise/sound tools. Thomas is playing the Eurorack modular system.

live @ Expresión Corporal with Jule Bauer

Date: August 2014
Location: Hidden Place, Aschaffenburg

Expresión Corporal is an artistic performance with dancers. The sound was performed and recorded live with Jule Bauer singing and playing the Nyckelharpa while I was playing my Eurorack modular system. The whole project is about fusing different kinds of art into one experimental and expressive live act. The maxim is: “Acrobatics becomes speech, music becomes scene.” My thanks to all artists and performers.

LIVE
AND FULLY
AUTOMATED

INSTAL-LATIONS

Creator

Creator is a collaboration of Konrad Franz and LIN/LOG. Konrad came up with the idea making an exhibition of specific sculptures he made dealing with the subject “the human process of creation”. It is not only about today but also about future processes of how humans create. It is an inversed perspective of the artist looking at the process of art being made. My task was to design an audible environment that reflects and expands Konrad’s intentions. So I created a self-playing patch with my portable modular system that was developing over a long period. It contains many evolving sound sources and pseudo random events which makes it a very dynamic experience, especially because it was performed as a quadrophonic setup. What you hear are five cutouts of a period of four hours. I have recorded the sound directly from the modular but also the environment inside the defiled church, where the exhibition took place.

Was wir schon immer wollten

Was wir schon immer wollten ist weitestgehend unklar. Die Frage nach dem eigenen Willen löst eine Welle immer weiterer Fragen aus, die zu beantworten auf immer neue und sich widersprechende Antworten stößt. Noch schwieriger ist die Frage nach dem „Wir“. Wer ist damit gemeint? Die ganze Menschheit, die Familie, eine Interessensgruppe?

Anstatt diese Fragen großen Denkern zu überlassen, habe ich sie Menschen aus unterschiedlichsten gesellschaftlichen Gruppen gestellt. In dieser Audio-Installation werden die Antworten über mein analoges Modulsystem nach einem Zufallsmuster wiedergegeben und ebenso zufällig unterbrochen. Eine wesentliche Prämisse meiner Überlegungen zur generellen Kommunikation ist, dass gesprochene Information beim Rezipienten unterschiedlich und zerstückelt aufgenommen wird, wodurch der Kern einer Aussage oft stark verzerrt wird. Folglich muss behauptet werden, dass jeder Mensch ein völlig eigenes Verständnis für Schlussfolgerungen besitzt, das von vielerlei Beeinflussungen seiner Umwelt abhängt. Dieser Eindruck wird hier zusätzlich durch den Gebrauch von Klängen und Geräuschen verstärkt, da die Grundstimmung eines Zuhörers die Informationsaufnahme wesentlich beeinflusst. Demnach wird die Installation inhaltlich sowohl von mir als auch durch den Zufall selbst manipuliert.

Jede Audio-Installation ist anders und führt zu immer neuen Variationen von Inhalt und Ausdruck. Da es keinen Anfang und kein Ende gibt, ist der Zuhörer in einem Zufallsmoment gefangen, der ihn zu eigenen Überlegungen drängt.

Insgesamt wurden neun Personen befragt. Ich habe viel Wert darauf gelegt, dass alle Teilnehmer frei sprechen können und sich nicht in irgendeiner Art befangen fühlen. Daher werden sie anonym gehalten. So viel sei aber gesagt: Alle Personen stammen aus underschiedlichsten gesellschaftlichen Positionen, darunter ein BRK-Mitarbeiter, ein Pfarrer, zwei Schauspieler, eine Studentin, eine Leiterin eines Freiwilligenzentrums, usw.  Aus den sich zum Teil völlig widersprechenden Sichtweisen der Befragten ergeben sich erstaunliche Folgerungen und Zusammenhänge. Sie stellen ein Raster der aktuell gängigsten Auffassungen zu gesellschaftlichen Ansichten. Doch schlussendlich muss der Hörer selbst aus dem Gehörten seine persönlichen Gedanken entwickeln und Stellung beziehen, da ihm der vollständige Zusammenhang verborgen bleibt.

Die folgenden Fragen wurden gestellt:

  1. Waren Sie sich zu irgendeinem Punkt in Ihrem Leben bewusst darüber, einer Gruppe anzugehören, haben eine Gruppe unterstützt oder haben sich einer Gruppe entgegengestellt? Wie kam es dazu?
  2. Glauben Sie an eine One-World-Philosophie und warum?
  3. Glauben Sie, dass Ihr Umfeld zuerst Ihr Charisma wahrnimmt und Sie danach beurteilt oder Ihr optisches Auftreten? Was halten Sie von diesen Urteilen? Empfinden Sie einen Druck dazugehören zu müssen?
  4. Haben Sie zu Schulzeiten einen Gruppenzwang gespürt? Falls ja: Haben Sie das Gefühl, dass dieser heute weg ist oder nur verschleiert weiter existiert? Falls nein: Wie ist es heute?
  5. Wenn Sie etwas tun, denken Sie dann über die Konsequenzen nach? Es geht um normale Tätigkeiten wie Einkaufen oder Herumfahren. Denken Sie manchmal darüber nach, wie Sie genau in diesem Moment andere Menschen sehen könnten?
  6. Haben Sie das Gefühl, Sie müssten in dieser Befragung Ihre Antworten beschönigen, weil Sie Angst davor haben, was ich oder die Zuhörer darüber denken könnten?
  7. Haben Sie manchmal das Gefühl nicht Sie selbst zu sein – als würden Sie sich als eine Art Schauspieler in dritter Person sehen, den Sie handeln lassen, damit Sie es einfacher haben? Wie kann man sich das vorstellen? Was empfinden Sie dabei?
  8. Empfinden Sie manche TV-Werbungen als Drohung? Zum Beispiel der Satz „… und Sie können das auch!“
  9. Glauben Sie, dass wenn man es weit bringen will, wirklich über Leichen gehen muss? Oder anders gefragt: Glauben Sie, dass jeder, der anerkannt ist, ob in Politik, Wirtschaft, Medien oder Kunst über Leichen gegangen ist – dass das Bild, das man in Zeitung und Fernsehen von ihm/ihr sieht, lediglich eine Kampagne ist?
  10. Glauben Sie, dass Sie sich in die Gesellschaft einbringen können, also einen Mehrwert für die Gemeinschaft darstellen? Glauben Sie, dass das überhaupt wichtig ist? Betrachten Sie die Gesellschaft als etwas Lohnenswertes oder eher als einen goldenen Käfig?
  11. Glauben Sie, dass Freiheit eine Kampagne ist? Was ist Freiheit? Wann fühlen Sie sich frei?
  12. Was denken Sie ist Wille? Will der eigene Verstand etwas oder will der Körper etwas und das Gehirn interpretiert das lediglich? Glauben Sie, es gibt so etwas wie einen genetischen Willen oder einen gesellschaftlichen?
  13. Glauben Sie, ein Mensch hat einen Wert? Wie wird dieser Wert gemessen? Bilden wir uns den Wert nur ein, um zu verdrängen, dass wir gar nicht wichtig sind? Ist ein Wert zu haben überhaupt anstrebenswert?
  14. Glauben Sie, dass es eine allumfassende Moral gibt? Wie sieht diese aus? Wenn es sie gibt, warum halten sich nicht alle daran?
  15. Glauben Sie, dass es eine Negativgesellschaft gibt, also in der alles gut ist, was wir als schlecht empfinden (heute oder in der Zukunft oder rein fiktiv)? Falls sie existiert, dann haben deren Werte ja auch eine Gesellschaftsform hervorgebracht. Ist das dann nicht auch gut?
  16. Was wollten Sie schon immer?